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Gründungs- versammlung am
1. Oktober 1910
Nach dem
1. Weltkrieg
Neuanfang
nach dem 2. Weltkrieg
Anschluss
an den Niedersächsischen Tennisverband
Teilnahme
am Punktspielbetrieb
Gründung
des TC Bassum e.V.
Bau der
Tennishalle
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Die
Initiatoren und ersten Mitglieder waren u.a.
H.
Ahrens, Nienhaus
H.
Schorling, Lange Straße
E.
Cordes, Bremer Straße
H.
Kieselhorst, Lange Straße
G.
Schmeckpeper, Sulinger Straße
Dipl.
Ing. Hoopmann
Dora
Meyer, Kirchstraße
Änne
Gesecus, Bremer Straße
Meta
Schmeckpeper, Sulinger Straße
Anny
Wüsteney
Henny
Wüsteney.
Durch
die Vermittlung von H. Ahrens konnte beim Gasthaus Stolle in Wiebusch ein
entsprechendes Grundstück zur Anlage eines Tennisplatzes gepachtet werden.
Hierdurch war die Voraussetzung zur Gründung des Tennisclubs geschaffen, der
sich dann am 1. Oktober 1910 konstituierte.
Mit
großer Begeisterung wurde durch Eigenarbeit und Spenden aller Mitglieder der
Tennisplatz erstellt und bereits im Sommer 1911 konnte dieser eingeweiht und
der Spielbetrieb eröffnet werden. Hauptspieltag war regelmäßig der Sonntag. In
den Wintermonaten war es die Geselligkeit, die durch häufige Zusammenkünfte der
Mitglieder gefördert und gepflegt wurde. Mit Ausbruch des 1. Weltkrieges kam
alles zum Erliegen.
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Eröffnung
der Spielsaison 1924

Die
Anlage in Wiebusch
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Nach
dem Kriege, welcher Not, Hunger und vielerlei Entbehrungen gebracht hatte,
erwachte der Tennisclub Bassum v. 1910 zu neuem Leben. Im Frühjahr
1920 war Generalversammlung und ein neuer Vorstand übernahm die Führung. Diesem
gehörten an:
Ernst
Thies
Ernst
Cordes
Hans
Cordes
Dora
Meyer, Kirchstraße
Anni
Bulk , Kirchstraße.
Eine
neue Generation war herangewachsen und drängte, sich tennissportlich zu
betätigen. Schon bald zählte man über 40 Mitglieder und es herrschte ein sehr reges
Clubleben mit Turnieren gegen die befreundeten Tennisclubs, insbesondere gegen
Syke und Diepholz.
Die
sehr aktiven Mitglieder Ernst Thies, Frau Dora Meyer-Sagemann u.a. verstanden
es, der Geselligkeit im Club stets neue Impulse zu geben, wodurch auch die
sportliche Aktivität der Mitglieder immer sehr groß war. Der Club hat diesen
Geist der sportlichen Kameradschaft unter seinen Mitgliedern bis in die Jahre
nach 1933 erhalten können.
Der
Tennissport wurde in Wiebusch so lange weiter ausgeübt bis im Jahre 1939 der 2.
Weltkrieg ausbrach. Aus diesem Zeitabschnitt (1930 - 1939) sind uns u.a.
namentlich noch folgende Mitglieder bekannt:
Ehepaar
Thies
Ehepaar
Rektor Meyer
Ehepaar
Dr. Hasenkamp
Ehepaar
Barth
Anni
Bulk
Rudolf
Bräcker
Hanni
Aufderheide
Irmgard
Gronewold
Carl
Hoffmann
Käthe
Iburg
Käthe
Meinecke
Wilh.
Menke
Otto
Sehlbrede
Anneliese
Schmidt
Hella
Schmidt
Hanni
Thoms
Heinr.
Wessels
Frl.
Wulferding.
Mit
dem 2. Weltkrieg endet die Chronik des Tennisclubs Bassum v. 1910. Der Krieg und
die Nachkriegswirren hatten dazu geführt, daß der Club sich auflöste.
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Der
Tennisplatz in Wiebusch wurde nach dem Krieg eingeebnet. Jedoch nach der
Währungsreform im Jahre 1948, als sich wieder sportliches Interesse in Bassum
regte, waren es der Vorsitzende des TSV Bassum, Willy Brinkmann, und Max
Schrock, die mit großem persönlichen Einsatz dem Tennissport in Bassum einen
neuen Start gaben, woraus sich der heutige TC Bassum e.V. entwickelt
hat.
Im
Herbst 1948 (nach der Währungsreform) traten der 1. Vorsitzende des TSV Bassum,
Willy Brinkmann, und Max Schrock mit dem Plan an die Öffentlichkeit, in Bassum
wieder den Tennissport einzuführen.
Max
Schrock wurde durch die Kriegsereignisse mit seiner Familie von Berlin nach
Bassum verschlagen. Er war ein begeisterter Tennisspieler und konnte aufgrund
seiner Routine und seines Könnens mehrmals Vereinsmeister
werden.
1948
fanden sich etwa 40 Personen, die bereit waren, die Pläne zu unterstützen.
Anläßlich einer Versammlung aller Interessenten im Hotel "Stadt Bremen" erfolgte
der Vorschlag des 1. Vorsitzenden des TSV, eine Sparte Tennis
zu gründen, die dem TSV angegliedert werden sollte. Hierbei spielte in
erheblichem Maße die Platzfrage eine Rolle, denn 1. war das Geld sehr knapp, und
2. war es unter den damaligen Umständen sehr schwierig, ein geeignetes Gelände
zu finden. Vor allem dem Einsatz und Verhandlungsgeschick Willy Brinkmanns war
es zu danken, daß mit dem Schützenverein v. 1848 Vereinbarungen getroffen
werden konnten, worauf dann allerdings weitgehend verzichtet wurde.
Alle
Mitglieder zeigten intensiven Arbeitseinsatz beim Bau der Plätze, sowohl bei
den Vorarbeiten (Fällen der Bäume, Roden der Stubben und Räumen des Geländes)
als auch bei den eigentlichen Platzarbeiten. U.a. stellte die Ziegelei Siekmann
kostenlos Fehlbrandziegel zur Verfügung, die für den Unterbau teilweise
anstelle der teuren Schlacke verwendet wurden. Diese Steine mußten allerdings
mit Spezialhämmer, die die Straßenbaufirma Wessels leihweise zur Verfügung
stellte, von Hand zerklopft werden, eine mühselige Arbeit, bei der es Blasen und
blutige Hände gab. Die Firma Gebr. Hülsbruch führte zu günstigen Bedingungen
Walzarbeiten aus.
Die
Fertigstellung erfolgte im Hochsommer 1949. Danach Spielbeginn. Die Leitung der
Sparte übernahm Max Schrock. Die wenigen Mitglieder, die Tennis spielen konnten,
u. a. Frau Barth, Frau Halfmann und die Herren Schrock, Bernsen und Resin,
nahmen sich der Anfänger an. Ein ausgeschlachteter Bus, der vor der alten
Schießhalle abgestellt war, diente als Umkleideraum.
Da
der übliche Beitrag des TSV nicht ausreichte, mußten die Mitglieder der
Tennissparte einen höheren Beitrag bezahlen. Ein Teil davon konnte für eigene
Zwecke verwendet werden. Die Sparte hatte daher eine gewisse Eigenständigkeit
und eine eigene Kassenführung.
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Nach
wenigen Jahren veranlaßte Schrock den Kauf einer Jagdhütte, die im Wedehorner
Holz stand und einem Bremer Kaufmann gehörte. Diese Hütte wurde im Forst
abgebaut und auf dem Tennisplatzgelände wieder aufgebaut. Bei dieser
Gelegenheit wurden die Plätze von der ursprünglichen Nord-Süd-Richtung in die
jetzige Ost-West-Richtung verlegt. Außerdem wurde eine Übungswand errichtet.
Nach dem Aufbau der Hütte standen 2 Umkleideräume und 1 Aufenthaltsraum mit
überdachter Veranda davor zur Verfügung.
Von
1952 - 1953 übernahm vorübergehend Hermann Bischoff, der zu den Gründern
gehörte, die Spartenleitung. Danach wieder Max Schrock. Ihm folgte Mitte der
5oer Jahre Erwin H. Fietz bis Januar 1976. Unterbrechung von April 1965 bis
April 1966 durch Dieter Schade.
Mitte
der 6oer Jahre erreichte der Tennisclub Bassum knapp 100 Mitglieder. Da das
Clubhaus zu klein wurde, zog man die überdachte Veranda in den Aufenthaltsraum
mit ein. Seitlich wurden ein Geräteraum und eine kleine Teeküche
angebaut.
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Bis
einschließlich 1963 wurden mit befreundeten Vereinen zahlreiche
Freundschaftsturniere ausgetragen. Nachdem ein gutes spielerisches Niveau
erreicht war, erfolgte 1964 Beteiligung an den Punktspielen der Nieders. TV mit
zunächst 1 Herrenmannschaft. Später kamen dann hinzu: 1 Damenmannschaft, eine 2.
Herrenmannschaft, eine Seniorenmannschaft, 1 Juniorenmannschaft und nach dem
Wechsel vom Nieders. TV zum TV Nordwest, der am 1.1.1978 vollzogen wurde,
erstmals auch eine Jungseniorenmannschaft (Spieler ab vollendetem 35.
Lebensjahr). Durch die Beteiligung an den Punktspielen wurde u.a. eine
erhebliche Leistungssteigerung erzielt. Die Freundschaftsturniere gerieten
allerdings bei dieser Entwicklung, nicht zuletzt wegen
Terminschwierigkeiten, leider mehr und mehr ins
Hintertreffen.
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Anfang
dieses Jahrzehnts wurden etwa 120 Mitglieder registriert. Dadurch waren beide
Plätze überlastet. Hinzu kam, daß trotz laufender Instandsetzungsarbeiten das
Clubhaus (reiner Holzbau) immer mehr Schäden aufwies, u.a. wurde der Fußboden,
der bereits des öfteren ausgebessert worden war, morsch. So entstand der Plan
zum Bau eines 3. Platzes und eines neuen Clubhauses. Da der TSV sich nicht in
der Lage sah, die hierfür erforderlichen Mittel bereitzustellen, die
Tennisabteilung als Sparte des TSV nicht berechtigt war, die für die
Durchführung dieser umfangreichen Bauvorhaben erforderlichen Verhandlungen zu
führen, tauchte der Gedanke einer Trennung vom TSV und damit Gründung eines
eigenständigen Vereins auf. Nach intensiven Verhandlungen mit dem TSV, bei denen
sich seitens der Tennisabteilung der Spartenleiter E. Fietz sehr engagierte,
kam es dann in beiderseitigem Einvernehmen zur Trennung, und im April 1972
wurde der Tennisclub Bassum e.V. gegründet. Im Oktober 1972 erfolgte die
Eintragung ins Vereinsregister beim Amtsgericht Bassum. Zum 1. Vorsitzenden
wurde E. Fietz gewählt. Er traf sofort alle Vorbereitungen für den Bau eines 3.
Platzes und Vergrößerung des Ballwandplatzes. Außerdem Baubeginn des Clubhauses.
Bei allen Bauvorhaben wurde ein erhebliches Maß an Eigenleistung erbracht.
Fertigstellung im Hochsommer und offizielle Übergabe der gesamten Anlage am
26.8.1973.
Mit
dem allgemeinen Tennisboom war starker Mitgliederzuwachs zu verzeichnen. Zwecks
besserer Ausnutzung der Plätze wurde 1976 eine Flutlichtanlage für alle 3 Plätze
installiert, nachdem schon in den 50er und 60er Jahren jeweils eine
provisorische Anlage bestanden hatte, die beide, da sie den Anforderungen nicht
genügten, wieder abgebaut wurden.
Der
im Clubhaus befindliche Geräteraum erwies sich als viel zu klein, daher wurde
eine Fertiggarage aufgestellt, die als Geräteraum genutzt wird. Im Zusammenhang
damit entstand beiderseits des Clubhauses eine Windschutzmauer, einmal als
Verbindung vom Clubhaus zum Geräteraum, zum anderen als Wind- und Sichtschutz
der seitlich gelegenen Terrasse. Diese Baumaßnahmen kamen unter dem Vorsitz von
Dr. Starke zustande, der im Januar 1976 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde,
nachdem E. Fietz nach 2ojähriger Tätigkeit, vor allem aus beruflichen Gründen
zurücktrat. Zum Dank für seine Verdienste wurde E. Fietz zum Ehrenvorsitzenden
ernannt und erhielt außerdem ein Geschenk. Diese Ehre wurde bereits früher Max
Schrock zuteil.
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Die
Tennishalle in der Industriestraße
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Aufgrund
der allgemeinen Entwicklung und nicht zuletzt dank der wesentlich verbesserten
Anlage konnten zahlreiche neue Mitglieder gewonnen werden. Bis zum Herbst dieses
Jahres konnte der Tennissport in Bassum vorwiegend nur in den Monaten Mai bis
Oktober ausgeübt werden, da während der übrigen Monate in den beiden Bassumer
Sporthallen nur sehr begrenzt Spielmöglichkeiten bestanden. Da Tennis sich aber
immer mehr zu einem Ganzjahressport entwickelte, reifte im Vorstand der Plan,
eine Tennishalle zu bauen. Der 1. Vorsitzende, Dr. Starke, nahm Verhandlungen
der Stadt wegen des mit Standortes auf und sondierte bei den hiesigen
Geldinstituten die Finanzierungsmöglichkeiten. Zunächst war an den Bau einer
Dreifeldhalle gedacht. Finanzielle Gründe ließen es jedoch ratsam erscheinen,
sich mit einer Zweifeldhalle zu begnügen. Den Bemühungen Dr. Starkes und
weiterer Vorstandsmitglieder ist es zu danken, daß nach schwierigen und
langwierigen Verhandlungen von der Stadt Bassum ein geeignetes Gelände an der
Industriestraße, also in der Nähe der Tennisplatzanlage, in Erbpacht erworben
werden konnte. Da die Finanzierung bereits früher durch Vereinbarungen mit der
Kreissparkasse Bassum gesichert werden konnte, wurden alle Schritte veranlaßt,
die erforderlich waren, um ein derart umfangreiches Bauvorhaben termingerecht
durchführen zu können. Im Januar 1978 drohte ein Rückschlag, als Dr. Starke dem
Vorstand mitteilte, daß er bereits Anfang Februar Bassum aus beruflichen Gründen
verlassen werde. Bis zur turnusgemäßen Neuwahl des Vorstandes sprang die 2.
Vorsitzende, Frau Sikora, für Dr. Starke ein.
Anläßlich
der Generalversammlung hatte der TC Bassum das Glück, in Otto Carl Hoffmann den
geeigneten Nachfolger für Dr. Starke zu finden. Dieser engagierte sich sehr für
den Hallenbau und wurde dabei von den übrigen Vorstandsmitgliedern, die alle
wiedergewählt wurden, unterstützt. So konnte trotz großer Schwierigkeiten der
Bau in Angriff genommen werden. Ende August fand das Richtfest statt und bereits
am 9.
Oktober
wurden die ersten Bälle geschlagen. Die offizielle Einweihung erfolgte nach
Fertigstellung der Außenanlagen am 29. Oktober, und dieser Hallenneubau dürfte
als vorläufiger Höhepunkt in der Vereinsgeschichte gewertet
werden.
(Quelle:
Bassum, Das Vereinsleben in einer Kleinstadt Band III)
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